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Die “Verlogenheit” des sogenannten "Bauernverbandes"
Quelle: http://www.lsv.de/fob/01aktuell/mibei021/index.html
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Wenn es um die Verteilung der EU-Ausgleichszahlungen geht, ist beim "Bauernverband" die Degression und die Arbeitskraftbindung nur Teufelswerk ! Wenn es aber darum geht, die kleinen Betriebe und die Milchbauern bei den Beiträgen zur Berufsgenossenschaft zu benachteiligen, da ist die Degression und der Arbeitsbedarf sehr gefragt !
Der neue LBG-Beitrag Neuer LBG-Beitrag: Das müssen Sie wissen Mit der nächsten Umlage (fällig bis 15. Februar 2010) wird der LBG-Beitrag grundsätzlich nach einem neuen Beitragsmaßstab erhoben, dem Arbeitsbedarf. Um zu große Beitragsbelastungen für einige Versicherte zu vermeiden, wird das neue System schrittweise eingeführt. Die Selbstverwaltung hat beschlossen, als ausgleichendes Element übergangsweise und zum Teil den bisher geltenden modifizierten Flächenwert beizubehalten. Für die Umlage 2009 erfolgt die Beitragsberechnung deshalb zur Hälfte nach dem Arbeitsbedarf und zu 50 Prozent nach dem bisherigen Beitragsmaßstab Flächenwert. Das alte Flächenwertmodell wird dann in den darauf folgenden Jahren stufenweise (um jeweils fünf Prozent) zurückgefahren. Ausnahme: Die Beitragberechnung für Waldflächen erfolgt bereits für die Umlage 2009 ausschließlich nach dem Arbeitbedarf.
Warum Umstellung auf Arbeitsbedarf? Die Philosophie des bundesweit neuen Beitragsmaßstabs lautet: Je mehr Arbeitszeit ein Versicherter für die Bewirtschaftung seines Unternehmens aufwenden muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dabei einen Arbeitsunfall erleidet. Das Unfallrisiko, das laut Auftrag des Gesetzgebers stärker als bisher berücksichtigt werden muss, hängt grundsätzlich von der Arbeitszeit ab, die er für die Erledigung der anfallenden Tätigkeiten braucht. Der neue Beitragsmaßstab berücksichtigt den durchschnittlichen Arbeitsaufwand eines Betriebs nicht für jeden Betrieb individuell, sondern auf der Basis von für Bayern gültige Normarbeitszeiten.
Diese Berechnungseinheiten je Hektar Fläche oder Stück Vieh (BER) hat als wissenschaftlich begleitender Gutachter Professor Dr. Bahrs übrigens: für alle Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (LBGen) und für jedes Produktionsverfahren getrennt ermittelt. Soweit es vom Arbeitsaufwand vergleichbar war, sind in der Flächenbewirtschaftung Nutzungsarten zu gemeinsamen Produktionsformen zusammengefasst worden - zum Beispiel Silomais, Corn-Cob-Mix und Gras zu Futterbau oder Getreide, Körnermais, Ölsaaten, Futterleguminosen usw. zu Mähdrusch. Diese Daten konnten die LSV-Träger ohne zusätzliche Abfrage bei den Versicherten über INVEKOS ermitteln. Eine Tabelle mit allen Berechnungseinheiten (BER) finden Sie in der Satzung der LBG Franken und Oberbayern oder hier <mibei0212/index.html> . BER = Basiswert und Degressionsfaktor
Die BER wird aus zwei Größen gebildet: dem Basiswert und dem Degressionsfaktor. Basiswerte geben den durchschnittlichen Arbeitsaufwand für jedes Produktionsverfahren pro Hektar bzw. Tier und Jahr an. Da aber zum Beispiel die Bewirtschaftung einer doppelt so großen Fläche nicht einem doppelt so großen Arbeitsaufwand entspricht, weil beispielsweise die Vorbereitungszeiten für die Maschinen nur einmal anfallen und andererseits mit zunehmender Flächengröße auch größere Maschinen zum Einsatz kommen können, wird ein Faktor benötigt, der diese Schieflage korrigiert: Das ist der Degressionsfaktor. So wird sichergestellt, dass mit zunehmender Betriebsgröße die Arbeitszeit - umgelegt auf einen Hektar Fläche oder ein Tier abnimmt, zumindest ab einer Unter- und bis zu einer Obergrenze. Die Berechnungseinheit (BER) ist dann das Produkt aus Menge hoch Degressionsfaktor mal Basiswert.
Härtefallregelung Eine Härtefallregelung ist für Fälle vorgesehen, in denen die Umstellung des Beitragssystems ausnahmsweise eine jährliche Beitragserhöhung über 300 Euro brutto verursacht. Gleichzeitig muss die Erhöhung im Vergleich zum Beitrag für die Umlage 2008 (bei identischen Betriebsverhältnissen) mindestens 50 Prozent ausmachen. Liegen beide Voraussetzungen vor, wird die Beitragserhöhung auf 50 Prozent begrenzt. Der überschießende Betrag wird durch eine Härtefallgutschrift ausgeglichen. In den Folgejahren erhöht sich der selbst zu tragende Steigerungsbetrag von 50 auf 75 Prozent (Umlage 2010) beziehungsweise auf 100 Prozent (Umlage 2011).
Wie wird der Arbeitsbedarf ermittelt? Multipliziert man diese ermittelten Berechnungseinheiten je Hektar oder je Tier mit der jeweiligen im Unternehmen zum Stichtag 15. Mai 2009 vorhandenen Menge (zum Beispiel Flächen) oder Anzahl (zum Beispiel Tiere), erhält man den Berechnungswert. Um zum Arbeitsbedarf zu kommen, wird dieser Wert dann mit einem Risikogruppenfaktor multipliziert. Damit soll sichergestellt werden, dass jede Risikogruppe möglichst ihr anfallendes Unfallaufkommen selbst abdeckt, wobei das Solidarprinzip aber innerhalb einer jeden Risikogruppe gewahrt bleibt. Etwaige Über- oder Unterdeckungen zwischen Beitragsaufkommen und Unfalllast werden durch Risikogruppenfaktoren ausgeglichen. Bei der LBG Franken und Oberbayern gibt es künftig folgende Risikogruppen, die von der Umstellung auf den Arbeitsbedarf betroffen sind: bodenbewirtschaftende Landwirtschaft, Tierhaltung, Weinbau, Spezial- und Sonderkulturen, Forst.
In einem zweiten Schritt wird nun nach der bisherigen Methode der Flächenwert berechnet und ebenso wie der Arbeitsbedarf durch zwei geteilt, da ja jede Größe nur zur Hälfte in den neuen Bruttobeitrag einfließen darf. Die Werte werden getrennt nach Bundsmittelberechtigung und keine Bundesmittelberechtigung mit dem Hebesatz multipliziert, nachdem zuvor noch geprüft worden ist, ob ein Härtefall vorliegt. Für landwirtschaftliche Nebenunternehmen, Lohn- und sonstige Unternehmen sowie Jagden bleibt die bisherige Beitragsberechnung erhalten.
Bundesmittel, Entwicklung der Umlage Nach dem Koalitionsvertrag wird der Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung für das Jahr 2010 auf 200 Millionen Euro angehoben. Zusätzlich stellt die Bundesregierung über ihr Sofortprogramm zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft weitere 100 Millionen Euro zur Verfügung. Damit betragen die Bundesmittel für 2010 insgesamt 300 Millionen Euro. Der Anteil für die LBG Franken und Oberbayern liegt bei rund 53,3 Millionen Euro. Dieser Bundesmittelanteil wird vom Bruttobeitrag abgezogen. Dazu addiert wird dann am Ende noch der Grundbeitrag. übrigens: Einsparungen aus der Abfindungsaktion fließen natürlich künftig entlastend mit in die Umlage ein. Neuer Grundbeitrag Über die Grundbeiträge aller Landwirtschaftlicher Berufsgenossenschaften LBGen müssen zukünftig nicht mehr nur die Verwaltungskosten und das Grundrisiko abgedeckt werden, sondern auch die Präventionsaufwendungen so die verbindlichen Vorgaben des Spitzenverbandes der LBGen. Für die LBG Franken und Oberbayern bedeutet dies, dass eine Anhebung für die Umlage 2009 von 65 Euro auf 75 Euro für Unternehmen ohne Bundesmittelanspruch und von 85 Euro auf 100 Euro für Unternehmen mit Bundesmittelanspruch notwendig wird. Und so ergibt sich am Ende der Zahlbetrag, der sich auf Ihrem Bescheid wieder findet. Fälligkeit und Beitragsvorschussregelung Die Beitragsbescheide für die Umlage 2009 werden voraussichtlich am 15. Januar 2010 versandt - mit Fälligkeit am 15. Februar 2010. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Beiträge auf dem Konto der LBG Franken und Oberbayern verbucht sein. Bei Zahlung durch Überweisung sind Banklaufzeiten unbedingt zu beachten, um einen fristgerechten Zahlungszugang zu erreichen. Bitte beachten Sie dabei auch die neuen Geschäftsbedingungen Ihrer Bank. Bei Zahlungsverzug muss die LBG Franken und Oberbayern Säumniszuschläge erheben. Einen Zahlungsverzug kann man am einfachsten durch einen Beitritt zum Lastschriftverfahren vermeiden. Ein Vordruck für eine Einzugsermächtigung liegt dem Beitragsbescheid bei.
Neu: Abschlagszahlung verbindlich Zur Entlastung der Beitragszahler ist bei Beiträgen über 500 Euro eine Zahlung mit zwei Abschlägen und einer Schlusszahlung vorgesehen. Die erste Abschlagzahlung wird am 15. Februar 2010, die zweite Teilzahlung am 15. Mai 2010 und die Schlusszahlung am 15. August 2010 fällig.
Bitte beachten Sie: Vor allem die zweite und dritte Zahlung kann leicht vergessen werden, was uns von Gesetzes wegen zwingt, eine Mahngebühr aufzuschlagen. Daher unser Rat: Erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung und Sie brauchen sich keine weiteren Gedanken um die Fälligkeit mehr machen!
Wie hoch ist mein Beitrag?
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Wer schon einmal selbst rechnen möchte, wie hoch sein Beitrag bei der Umlage 2009 voraussichtlich ausfallen wird, kann dies mit dem Beitragsrechner. <mibei0213/index.html> Sie müssen nur Ihre Betriebsdaten eingeben! Wir weisen allerdings darauf hin, dass letztlich nur der von uns versandte Beitragsbescheid rechtsverbindlich ist. Weitere Informationen Der neue Beitragsbescheid - Schritt für Schritt erklärt <mibei0211/index.html> Berechnungseinheiten <mibei0212/index.html> Simulationsrechner <mibei0213/index.html>
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Quelle: http://www.lsv.de/fob/01aktuell/mibei021/index.html
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2010-05-18-GAP-Agrarpolitik-2013
Sehr geehrte Damen und Herren, im Anhang sende ich Ihnen einen Bericht über unsere Tagung zur Agrarreform, die die AbL-Bayern zusammen mit der Petra-Kelly-Stiftung und der KLJB in der Landvolkshochschule Petersberg veranstaltet hat. Der Bericht wurde erstellt von Reinhold S. Bonfig
Leider kann das Allgäuer Bauernblatt die Texte nur verkürzt und in Serie bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Remmelberger
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Teisnach, 14.10.09
Seehofer soll bei Koalitionsverhandlungen hart bleiben
Wolfgang König, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL-Bayern) erwartet von der CSU, dass sie eher die Koalitionsverhandlungen platzen läst, als die bayerischen Bauern zu opfern.
Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, wie auch Minister Brunner haben im Wahlkampf im Landwirtschaftsbereich und vor allem bei der Milch klare Bedingungen gestellt, ohne die eine Regierungsbeteiligung für die CSU nicht in Frage kommt.
Die Bauern und Bäuerinnen erwarten, dass die CSU endlich ihre eigenen Zusagen und Versprechen ernst nimmt und ernsthaft für das Einfrieren der jährlichen Quotenerhöhungen und für die Abschaffung der Saldierung kämpft.
Solange die notorischen Überlieferer auf Kosten der anderen Milcherzeuger ihre Mengen auf den Milchmarkt drücken dürfen, wird es nie zu einer Entlastung und damit zu fairen Preisen kommen.
Statt für die Einführung einer verbrauchsorientierten Mengenregelung in Bauernhand einzutreten, favorisieren CDU und FDP lieber steinzeitliche Instrumente wie Exporterstattung und staatliche Intervention.
Diese eigentlich schon abgeschafften Markteingriffe vernichten auf kosten der Steuerzahler unsere Bauernhöfe, sowie die Existenzen vieler Bauernfamilien in den Entwicklungsländern.
Die CSU sollte nach Meinung der AbL-Bayern lieber die Koalition der sozialen Kälte mit CDU und FDP platzen lassen, als die Zukunft unserer Kinder mit noch mehr Gentechnik, Atomkraft und der Vernichtung unserer Kulturlandschaft zu gefährden.
AbL-Bayern
Reit 17
84508 Burgkirchen
abl-bayern@web.de
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17.10.2009 / 10:50 (Empfang
AbL-Chiemgau: Guttenberg muss Agrarminister werden !
Die derzeitige Lage der Landwirtschaft beweist überdeutlich, dass die bisherigen Landwirtschaftsminister aus der CSU mit ihrer Aufgabe völlig überfordert waren. Sollte das Landwirtschaftsresor bei der neuen Kabinettsbildung erneut an die Union gehen, so kommt nach Ansicht der AbL-Chiemgau als Minister nur die Zukunftshoffnung und Lichtgestalt Freiherr Karl-Theodor von und zu Guttenberg in Frage. Guttenberg, der in München geboren und in Rosenheim aufgewachsen ist, wäre bestens geeignet, dem Agrarbereich wieder den nötigen Stellenwert und den Bauern das verlorengegange Selbstwertgefühl zurück zu geben. Zur Aufwertung und um die stellung des Ministers genügend zur Geltung zu bringen, sollte dem Landwirtschaftsministerium auch noch der Wirtschaftsbereich unterstellt werden,
Viele Grüße AbL-Chiemgau
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Blog zu br-online zu den Zitaten von Erwin Schneiderbauer in der Sendung Quer vom 19.11.2009 Blog von Edit Lirsch, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Bayern e.V. + Antwort der Redaktion Quer : Bloglink Dort ist die gesamte Sendung “Quer” vom 19.11.2009 zu sehen.
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Dazu die Antwort der quer-Redaktion:Tatschlich ist uns hier ein Fehler unterlaufen: Erwin Schneiderbauer ist Kreisvorsitzender des BdM Rottal-Inn und nicht Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern e.V. (AbL). Wir bedauern diesen Fehler.quer hat über den schwierigen wirtschaftlichen Überlebenskampf der Milchbauern schon mehrfach berichtet. Wir halten die Forderung nach fairen Preisen für landwirtschaftliche Produkte für sehr berechtigt. Aber wir befürchten, dass die Äusserungen, die wir in der Sendung gezeigt haben, diesem Anliegen schaden können. quer hat nicht behauptet, dass das Haberfeldtreiben einen rechtsextremen Hintergrund hätte. Wir würden eine solche Einschätzung auch für abwegig halten.Wenn aber, und sei es ohne Vorsatz in der aufgeheizten Atmosphäre einer solchen Veranstaltung, Äusserungen wie die von uns gezeigten fallen, dann liefern die Beteiligten damit womöglich selbst den Vorwand, den andere gern nutzen, um zukünftig die Milchbauern aus den Gesprächen über ihre Probleme auszusperren. Und das würde der Sache der Milchbauern sicher schaden. Deshalb war es uns wichtig darauf hinzuweisen. Damit wieder über das eigentliche Problem diskutiert werden kann: dass die Bauern für ihre Erzeugnisse viel zu schlecht bezahlt werden.
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23.11.2009
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion Quer (BR),
wir bitten um folgende Richtigstellung bezüglich ihres Beitrags am Donnerstag, 19.11.2009 in der Sendung "quer".
Sie haben in dieser Sendung Ausschnitte aus dem Haberfeldtreiben in Ruhstorf gebracht, in denen Herr Erwin Schneiderbauer in seiner Rede den Begriff Zigeuner verwendet hat, um daraus zu schlussfolgern, dass Herr Innenminister Herrmann doch recht hätte, diese Veranstaltung hätte einen rechtsextremen Hintergrund oder bereite solchem Gedankengut den Boden.
Als erstes stellen wir richtig, dass Herr Schneiderbauer Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern e. V. (AbL) ist, aber weder in der Regionalgruppe, noch im Landesverband in der Vorstandschaft eine Funktion inne hat. Die Aussage, dass Herr Schneiderbauer Vorsitzender der AbL ist, ist somit falsch und wir erwarten, dass ihre Redation dies korrigiert.
Herr Schneiderbauer hat bei dieser Veranstaltung in seiner Funktion als BDM-Kreisvorsitzender Rottal-Inn gesprochen.
Abgesehen von diesem Ausschnitt in ihrer Sendung war die Rede von Herrn Schneiderbauer zwar teilweise deftig, bewegte sich aber doch in einem Rahmen wie er bei Bierzeltreden oder Starkbierfesten u. a. durchaus üblich ist, ganz zu schweigen von Reden des Verstorbenen Ministerpräsidenten Strauß beim politischen Aschermittwoch in Passau.
An diesem Abend des Haberfeldtreibens waren in der Niederbayernhalle, wie sie sicher wissen, sieben Redebeiträge in deren Inhalt sich die Rednerinnen und Redner aus verschiedener Sicht über die katastrophale Lage der bäuerlichen Landwirtschaft und ihrer betroffenen Familien aussprachen. Neben Herrn Schneiderbauer vom BDM waren dies Frau Monika Obermeier (Milchbäuerin), Herr Haberzettl (KV-Vorsitzender Bund Naturschutz Passau), Herr Matthias Maierhofer (attac Regionalgruppe Simbach), Herr Josef Feilmeier( Sprecher der internationalen Arbeitsgruppe Futtermittel gentechnikfrei), Herr Johannes Wachinger (Vorsitzender der Interessensgemeinschaft gesunde Tiere IggT) und ich, Edith Lirsch (Vorsitzende der AbL Bayern e. V.)
AbL und IggT haben dieses Haberfeldtreiben gemeinsam veranstaltet mit der angeschlossenen Kundgebung in der Niederbayernhalle zum Thema: Gesunde, gentechnikfreie Lebensmittel aus bäuerlicher Hand.
Die Veranstaltung verlief sehr geordnet und diszipliniert, was jederzeit von den anwesenden Polizeikräften versichert werden kann. Die Unkenrufe, die schon letztes Jahr das Haberfeldtreiben begleitet haben, wilde Horden würden durch den Ort Ruhstorf ziehen und Leute wie Herrn Sonnleitner auf seinem Hof besuchen, kann ich nur als Angstmacherei, Falschmeldungen oder Lügen bezeichnen.
Die Aufregung des Bauernverbands und der vorwiegend CSU-Politiker erklären wir aus der Tatsache heraus, dass sie es nicht gewöhnt sind, dass sich die Bauern ausserhalb des Bauernverbands organisieren. Sie wissen genau, dass 2000 Teilnehmer am Haberfeldtreiben gut zehnmal soviel Gleichgesinnte im Land hinter sich haben.
Die Person Sonnleitner stand nicht mehr im Zenit des Haberfeldtreibens, denn einen Verband, der die bäuerlichen Interessen nicht mehr vertritt, sondern immer deutlicher die Landwirtschaft als industrielle Produktion abstempelt und damit die Abhängigkeiten von Konzernen aus dem Agrobusiness vorantreibt, kann man nicht sanieren, sondern nur umgehen durch etwas anderes. Persönliche Diffamierungen sind nicht der Stil der AbL.
Unsere Veranstaltung als Haberfeldtreiben abzuhalten resultiert aus der Tradition heraus, sich so gegen Willkür und Arroganz der Obrigkeit zu wehren und zu Wort zu melden. Auch die Beachtung durch Presse und Medien ist heute oft nur noch durch ungewöhnliche Mittel und Wege zu erreichen.
In diesem Sinne wünschen und warten wir auf eine Richtigstellung.
Eine alte Bäuerin sagte zu mir letztes Jahr in Ruhstorf: "Wir werden nicht mehr gehört, wir werden nicht mehr wahrgenommen, wir werden verkauft."
Mit freundlichen Grüßen Edith Lirsch 1. Vorsitzende der AbL-Bayern
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AbL fordert BBV- und BDM-Vorsitzende zu einer Diskussionsrunde auf
Der Konflikt zwischen den verschiedenen Lagern in der Landwirtschaft spitzt sich immer mehr zu.
Einen Höhenpunkt der Auseinandersetzung markieren die Köpfaktion der "Faire Milch-Kuh" durch den Ehemann der BBV-Kreisbäuerin von Weilheim und der Eierwurf auf DBV-Präsident Sonnleitner in Brüssel.
Unserer Meinung nach ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dass sich die Vorsitzenden der verschiedenen Bauernorganisationen zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zusammen setzten, um mit einer sachlichen Diskussion die Wogen zu glätten.
Ein weiterer Grund für unseren Vorschlag ist der Vorwurf seitens der Politik, das die Bauern nicht mit „einer Stimme“ sprechen.
Lange Jahre hatte der Bauernverband mit finanzieller Unterstützung des Staates das alleinige Monopol bei der Vertretung der Bauern.
Vor 25 Jahren hat sich das erste Mal mit der "Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft" AbL eine neue unabhängige Bauernvertretung gebildet, die sich dauerhaft als Alternative zum Bauernverband etablieren konnte.
Beim "Bund Deutscher Milchviehhalter" BDM haben sich nun seit einigen Jahren sehr viele Milchbauern verbündet, die mit der Politik des Bauernverbandes nicht mehr einverstanden sind.
Es ist also dringend angesagt, darüber zu diskutieren, wie bäuerliche Interessenvertretung in Zukunft gestaltet werden kann.
Folgende Diskussionsteilnehmer schlagen wir vor:
Bayerischer Bauernverband BBV: Gerd Sonnleitner und Annemarie Biechl
Bund deutscher Milchviehhalter BDM: Romuald Schaber und Christine Schneebichler
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL: Wolfgang König und Edith Lirsch
Wir hoffen sehr, dass sich die Vorsitzenden der anderen Organisationen bereit erklären, bei dieser wichtigen Aktion mit zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Remmelberger
Geschäftsführer der AbL-Bayern
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