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Energiespeicher Riedl

unverändert entnommen aus RegioWiki der PNP Link zu Regio Wiki

hier soll nur regiwiki-pnp schmakhaft gemacht werden. haberfeld.tv hat zu diesem Projekt nicht recherschiert und keine eigenen Leistungen erbracht.

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Überirdisch Speichersee, unterirdisch Kraftwerk: Eine Übersicht zeigt die Lage des geplanten Projektes. Grafik: Donaukraftwerk AG

 

 

 

 

Der Energiespeicher Riedl, auch als Pumpspeicherkraftwerk Riedl bekannt, ist ein Kavernenkraftwerk, das die Donaukraftwerk Jochenstein AG als Projektträger nahe der Ortschaft Riedl in der Gemeinde Untergriesbach (Lkr. Passau) plant. Eigentümer der Gesellschaft sind Großkonzerne mit Milliarden-Gewinnen, zu 50 Prozent der Verbund, Österreichs größter Stromkonzern, sowie auf deutscher Seite mit 50 Prozent die Rhein-Main-Donau AG sowie die E.ON Wasserkraft. Dem Projekt zufolge soll in einer Senke zwischen den Ortschaften Riedl und Gottsdorf ein 4,2 Millionen Kubikmeter Wasser fassender Stausee entstehen, der als Energiespeicher dient. Das Wasser stammt aus der nahen Donau und wird in Zeiten niedrigen Stromverbrauchs den Berg hochgepumpt. Wenn der Energiebedarf hoch ist, wird es abgelassen und so wieder Strom erzeugt. Sowohl Leitungen als auch Kraftwerk sollen unter der Erde liegen. Baubeginn soll 2014 sein, Fertigstellung 2018. Mit 350 Millionen Euro Kosten, vier Jahren Bauzeit und 300 Megawatt Leistung wäre es das größte private Bauvorhaben in Ostbayern auf Jahrzehnte.

Funktionsweise

 

(1) Der Speichersee

Sein Nutzinhalt soll einmal 4,23 Millionen Kubikmeter (4,23 Milliarden Liter) betragen. Er würde in einer Geländemulde zwischen den Orten Gottsdorf und Riedl gebaut und mit Wasser aus der Donau gespeist. Das würde mit günstigem Strom nach oben gepumpt. Die Seefläche käme auf 24 Hektar. Der Wasserspiegel schwankt maximal um 20 Meter. Denn wenn Sonne oder Wind als Energie-Erzeuger ausfallen und somit weniger Strom geliefert wird, könnte als Alternative Wasser aus dem See abgelassen und somit Energie rasch ins Stromnetz eingespeist werden. Das ist hocheffizient und hochprofitabel.

Wegen der Schwankung dürfte man den See auch auf keinen Fall betreten, deshalb wird er mit einem hohen Zaun geschützt. Zwei „Ringe“ sollen den See umgeben. Der erste wäre ein ökologisches Feuchtbiotop mit Bachwasser, der zweite bestünde aus einem Geh- und Radweg. Ein 20 Meter hoher Damm soll flach zur Ortschaft hin abfallen. Der Speichersee wäre am Ende der einzige Teil des Pumpspeicherwerks, der zu sehen wäre.

 

(2) Das Ein- und Auslaufbauwerk

Der Stausee würde nie vollständig abgelassen. Täglich will man etwa 600 000 Kubikmeter auf die Turbinen ablassen, das wären zirka 15 Prozent des See-Inhalts. Ablagerungen am Grund des Sees sollen immer von Wasser bedeckt bleiben, um Geruchsbelästigungen für die Anwohner zu vermeiden. Wo später das untere Ein- und Auslaufbauwerk entsteht, wird auch mit den unterirdischen Bauarbeiten begonnen. Und von hier wird auch der Abraum per Schiff entsorgt.

 

(3) Schrägschacht

Der Schacht über 510 Meter durch den Hang zum Turbinenhaus im Berg ist mit einem Innendurchmesser von vier Metern geplant. Er würde mit großem technischen Aufwand in den Berg gefräst. Es wird beim Schachtbau auch keine Sprengungen geben. Auch die Wasserzu- und -ableitungen laufen ebenso vollkommen unter der Erdoberfläche. Das soll sicherstellen, dass die Anwohner vom Pump- und Turbinenbetrieb nichts hören.

 

(4) Kraftkaverne

Mit das spektakulärste Stück am gesamten Bauwerk wäre das riesige „Turbinenhaus“, 250 Meter unter der Erde in einer Höhle (Kaverne) in den Donauleiten. Neben den zwei Pumpen sind im „Haus“ zwei Turbinen mit jeweils 150 Megawatt Leistung untergebracht, in die das Wasser vom Speichersee bei einer Fallhöhe von 350 Metern geleitet wird. Die 300 Megawatt Leistung des Kraftwerks entsprechen etwa 150 großen Windkraftanlagen. Diese „Kraftkaverne“ ist 53 Meter lang, 25 Meter breit und 50 Meter hoch, ein Bau in der Größe einer Kathedrale, in den Berg versenkt. Das wäre auch eine Tourismusattraktion, werben die Betreiber. Eindeutig äußerten diese sich zu einer Streitfrage, bei der für Atomkraftgegner das Projekt von vornherein indiskutabel würde: Beim Hochpumpen des Wassers werde „mit absoluter Sicherheit“ ausgeschlossen, dass Atomstrom zum Einsatz komme. Der Pumpstrom komme ausschließlich aus benachbarten Wasserkraftwerken.

 

(5) Unterwasserstollen

Auf einer Länge von 410 Metern zieht sich der Stollen mit einem Innendurchmesser von 5,6 Metern dahin. Über den Stollen fließt das Wasser von Turbinen in die Donau zurück, aus der es zuvor hochgepumpt wurde. Rein technisch handelt es sich um „österreichisches Wasser“ aus dem Stauraum des Donaukraftwerks Aschach. Alle Anlagenteile würden aber auf deutschem Boden gebaut.

 

(6) Zufahrt, Belüftung, Energieableitung

Der Zufahrtstunnel wurde im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen nach unten und Richtung Westen verlegt. Damit wird die Fläche der naturgeschützten Donauleiten nicht berührt - ein Zugeständnis an Naturschutzbelange.

 

(7) Fischwanderhilfe

Insgesamt sind mehrere Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in den Naturhaushalt vorgesehen. Eine davon ist die Fischwanderhilfe, ein künstlich angelegtes Gewässer, in dem Fische am Kraftwerk vorbei stromaufwärts schwimmen könnten. Weitere Naturschutzmaßnahmen wären neue Biotope beim Speichersee sowie ein neu angelegter Seitenarm der Donau für Laichhabitate.

 

Maßnahmen zum Schutz der Anwohner

Bei der Präsentation der Pläne am 10. März 2010 stellten die Projektleiter Dominik Mayr und DKJ-Betriebsleiter Karl Maresch mehrfach heraus, dass alles getan werde, um die Belastungen für die Anwohner gering zu halten. So soll im „Masseausgleich“ gebaut werden, heißt: Das beim Stollenbau ausgefräste Material würde beim Dammbau eingesetzt. Man würde also fast nichts her- oder wegfahren. Zum „Vermeidungskonzept“ gehörten „Sichtschutzpflanzen“ sowie „Reifenwaschanlagen“. Letztere sollen verhindern, dass Baustellenfahrzeuge die Straßen verdrecken. Gleichzeitig würde man den Aushub mit Sprinklern feucht halten, damit kein Staub durch die Landschaft wabert.

Dominik Mayr verwies auch auf eine „Regionalstudie“. Diese solle klären, wie man die Anwohner und Gemeinde dauerhaft entschädigen und fördern könne. Die Betreiber wollen auch dafür sorgen, dass die Häuser weder durch Bau noch durch den Betrieb beeinträchtigt werden. Ziel müsse es sein, dass die Häuser nicht an Wert verlieren. Mayr schloss aus, dass beim Betrieb durch das Ablassen des Wassers Vibrationen zu spüren seien. Die Turbinen seien 250 Meter unter der Oberfläche im Felsen.

 

Erste Reaktionen

Bei einer Bürgerversammlung am 10. März 2010 im Gasthaus "Zum Lang" in Gottsdorf haben die Projektträger von der Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ) die Pläne erstmals offiziell vorgestellt. Geladen waren die Anwohner aus Jochenstein, Gottsdorf und Riedl. Fast 300 Leute drängten sich in den Raum, Leute standen auf dem Gang und hinter der Theke.

Die Mehrheit der Anwesenden zeigte sich kritisch, skeptisch oder gleich ganz ablehnend - was niemanden überraschte, auch die Betreiber nicht. Denn es waren hier die unmittelbar Betroffenen versammelt, die mit ihrem Leben zufrieden sind und bisher keinen Wunsch nach einem Industrie-See nahe ihren Häusern verspürt hatten.

Mehrfach verwies Karl Maresch darauf, dass man mit dem Vormarsch von Solar- und Windenergie Speicher brauche, um die Versorgung zu sichern. Mit derartigen Speicherseen könne man die Atomkraft kippen. Kernkraft sei sehr teuer, der Rohstoff dafür sei sehr teuer und die Entsorgung kommt uns noch teurer. Mit Solar, Wind und Speicher kombiniert würde die Kernkraft unrentabel, wäre am Ende, warb er.

Die Betreiber locken mit dem Arbeitsplatz-Argument und regionalem Nutzen: Bis zu 500 Arbeiter würden in der Bauphase beschäftigt. 30 Prozent von den Baukosten würden bei Betrieben und Geschäften aus der Region bleiben. Dem entgegnete Dominik Mayr bekanntgab, dass in der Bauphase zwar 300 bis 500 Arbeiter vor Ort werkelten, dass der Betrieb selbst nur drei bis fünf Arbeitsplätze schaffen würde. Und die würden alle aus dem bisherigen DKJ-Kraftwerk auslagert, kein Einziger würd neu eingestellt.

Anti-Atomkraftaktivisten begrüßen das Projekt. Ein Problem ist offensichtlich: Während das Gelände des Speichersees selbst naturschutzrechtlich nicht im Feuer steht, würden die Anlagen des Kavernenkraftwerks (Kaverne ist gleich Höhle) unterirdisch in einem Hang verlaufen, der zu den wertvollsten Flächen des Naturschutzgebiets Donauleiten zählt.

„Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, verriet Untergriesbachs Bürgermeister Hermann Duschl. Ihm sei vollkommen klar, dass die Anwohner das Vorhaben skeptisch sähen. „Auf der anderen Seite bekommen wir als Gemeinde so eine Chance wohl nie mehr.“ Wenn man gegen Atomkraft schimpfe, könne man sich nicht einer solchen alternativen Energie verschließen.

Tatsächlich begrüßt auch Gerhard Albrecht als Sprecher der atomkritischen „Plattform Temelin“ das Projekt, spricht von einem „sinnvollen Unternehmen“. Er wünscht sich sogar noch mehr derartige Speicherseen in Deutschland. „Beim Umstellen auf erneuerbare Energie braucht man sowas wegen der Stromschwankungen.“ Eine Einschränkung hat Albrecht allerdings. Die Projektanten müssten garantieren, dass nicht auf Umwegen Strom aus Temelin für den Pumpvorgang verwendet wird.

Zu den Befürwortern gehört auch MdL Eike Hallitzky (Grüne). „Weil erneuerbare Energien nicht gleichmäßig anfallen, brauchen wir Möglichkeiten, Energie zu speichern.“ Die naturschutzfachlichen Einwände gegen ein Pumpspeicherwerk in Jochenstein sieht er als „beherrschbar“. Weil die Rohre und Leitungen unterirdisch verliefen, fordert er angesichts der Eingriffe in der Bauphase „erhebliche Kompensationen zugunsten der Natur im Naturschutzgebiet Donauleiten“. Das Fazit von Hallitzky: „Unter diesen Voraussetzungen stehen die Grünen dem geplanten Projekt offen gegenüber.“

Anders sieht das Karl Haberzettl als Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz. Er verweist auf ein Gutachten, demnach durch den Bau und Betrieb die Vorkommen der geschützten Äskulapnattern und Smaragdeidechsen in den Donauleiten vernichtet würden. „Ausgerechnet der betroffene Hang gehört zu den wertvollsten Flächen innerhalb des Naturschutzgebiets und ist zudem FFH-Fläche.“

Das Projekt sei angesichts der enormen Bedeutung von erneuerbaren Energien durchaus verständlich, meint Landrat Franz Meyer. „Allerdings erwarte ich mir vom Unternehmensträger eine höchstmögliche Transparenz und umfassende Bürgerbeteiligung.“ Angesichts der Baumaßnahmen im Bereich des Naturschutzgebietes Donauleiten müsse man sehr auf die Belange des Naturschutzes achten.

 

Grundbesitzer

Eine ganz entscheidende Rolle beim Projekt „Energiespeicher Riedl“ könnte Christian Schmid spielen. Der 46-Jährige ist nicht nur Besitzer einer Ferienpension in Riedl und damit Anwohner. Mehr noch: Er ist einer von vier Besitzern von Grundstücken auf dem Gelände des geplanten Speichersees, die noch nicht der Betreibergesellschaft gehören. Sie halten damit rund 15 Prozent der nötigen Grundstücke. Zwei von ihnen haben bis zum 10. März 2010 erklärt, nicht verkaufen zu wollen. Einer davon ist Christian Schmid. „Freiwillig bekommen sie ihn nicht, da gibt es keine Verhandlungen“, sagt er. Er werde „mit allen demokratischen Mitteln“ gegen das Vorhaben kämpfen.

Er wie auch sein Vater sind Gegner der Kraftwerkspläne seit Jahrzehnten. Es geht Schmid dabei nicht nur um seine Existenz als Vermieter an Urlauber, es geht ihm auch um sein Dorf, um die Heimat, um die Natur. „Ich bin heimatverbunden, ich bin hier aufgewachsen, ich kenne jede Pflanze in der Donauleiten.“ Und da sei er nicht allein. Die Riedler seien eine junge, aktive und „einzigartige“ Dorfgemeinschaft. „Die lassen wir uns nicht zerstören.“

Nach dem Kraftwerksbau würden die Riedler „unter dem Wasser“ wohnen, unter dem Dorf würden Stollen und Höhlen herausgesprengt - nicht zu vergessen der Elektrosmog. „Das darf man nicht außer Acht lassen“, warnt Schmid. „Wir würden dann auf einem Trafohaus leben.“ Das Kraftwerk werde nicht gebraucht, schimpft der Grundstücksbesitzer. Die beteiligten Konzerne würden sich lediglich eine „gigantische Gelddruckmaschine“ hinbauen. Die Leute und Betriebe vor Ort hätten wenig bis gar nichts davon, ist Schmid überzeugt. „Auf der Baustelle werden wohl alle Sprachen gesprochen, nur nicht Deutsch.“

Wenn er bei seiner Meinung bleibt, wäre der Kraftwerksbau eigentlich zum Scheitern verurteilt. Doch in Alarmbereitschaft versetzte Christian Schmid nun die Reaktion der Betreiber, die sich bei der Informationsveranstaltung am 10. März 2010 gelassen und zuversichtlich zeigten, dass sich in Sachen Grundstücke „eine Lösung findet“. Er kann daraus nur eines schließen: „Die fassen wirklich Zwangsmaßnahmen und Enteignungen ins Auge.“

 

Vorbilder

Speicher- oder Kavernenkraftwerke werden vor allem da gerne gebaut, wo nicht genügend Platz zur Verfügung steht - etwa in engen Tälern wie jetzt im Donautal -, oder aus Umweltschutzgründen, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen.

Das erste Kavernenkraftwerk der Welt entstand 1898 im US-Bundesstaat Washington bei Snoqualmie und ist immer noch in Betrieb. Doch schon das zweite Kavernenkraftwerk wurde in Deutschland gebaut: Im Drei-Brüder-Schacht errichtet, gehörte es zum Revierelektrizitätswerk Freiberg und war vom 24. Dezember 1914 bis zum 10. Juli 1972 in Betrieb. Dann wurde es stillgelegt.

Ein neues Pumpspeicherwerk ist derzeit auch im Südschwarzwald geplant. Die Deutsche-Energie-Agentur GmbH (dena) befürwortet in einem Gutachten den von der Schluchseewerk AG geplanten Bau. „Deutschland braucht Stromspeicher“, sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler: „Wind- und Solaranlagen richten sich nicht danach, wann Strom genutzt wird, sondern wann Sonne scheint oder Wind weht.“

Laut „Wikipedia“ gibt es in Deutschland Kavernenkraftwerke unter anderem bereits

  • · im Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal in Thüringen (1060 MW),
  • · im Pumpspeicherkraftwerk Markersbach in Sachsen (1050 MW),
  • · am Wehrastausee im Schwarzwald (Baden-Württemberg),
  • · an der Eder am Affolderner See in Nord-Hessen und
  • · in Säckingen am Rhein.
  • Auch in der Schweiz, Norwegen und Neuseeland arbeiten Kavernenkraftwerke. Ebenso in Österreich:
  • · Kopswerk I 247 MW, Vollbetrieb seit 1970,
  • · Kopswerk II 450 MW, Vollbetrieb seit 2008 (beide in Vorarlberg) und
  • · Limberg II 480 MW, Vollbetrieb geplant ab 2012 (Salzburg)

Frühere Pläne

Die Geschichte des „Pumpspeicherwerks Riedl“ geht Jahrzehnte zurück. Schon in den 70er Jahren hatte die Rhein-Main-Donau AG das Projekt geplant. Damals wäre die Stauseefläche 45 Hektar groß gewesen, die Anwohner des kleinen Ortes hätten eine 30 Meter hohe Staumauer vor die Nase bekommen. Bei Bürgerversammlungen hatte es wilde Wortgefechte und tumultartige Szenen gegeben. Anfang der 80er Jahre hatten die Projektanten das „Pumpspeicherwerk“ nach scharfen Protesten von Naturschützern ruhen lassen, aber eben nie ganz. Denn die Rhein-Main-Donau hatte für viele Millionen Mark schon die entsprechenden Grundstücke gekauft und den Besitzern hohe Beträge gezahlt. Ungefähr 80 bis 85 Prozent der Grundstücke befinden sich nach Schätzungen der Dorfbewohner bereits in der Hand der Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ).

2010 kommt es zu einem neuen Anlauf, diesmal mit der Donaukraftwerk Jochenstein AG, an der zur Hälfte die Österreicher beteiligt sind. Die Beteiligten wollen bis zur offiziellen Präsentation Mitte nächster Woche absolutes Stillschweigen bewahren, aber offenbar gibt man sich größte Mühe, die Sache Anwohnern und Naturschützern diesmal schmackhaft zu machen. So laufen alle Pläne unter dem neuen Namen „Energiespeicher Riedl“. Betont wird auch, dass die nun geplante Anlage sich stark vom in den 80er Jahren gescheiterten Stauwerk unterscheide. Von einer „abgespeckten Version“ ist die Rede, von verbesserter Technik, wesentlich geringerer Staufläche und einer niedrigeren Staumauer. Außerdem verweist man darauf, dass alle Anlagen unterirdisch verlegt würden, von der Anlage also kaum etwas zu sehen wäre, vom Speichersee abgesehen.

Das Speicherkraftwerk solle einen wichtigen Baustein zur nachhaltigen Energieversorgung in Bayern und Oberösterreich darstellen. Das Projekt werde auf der Basis neuester technischer Entwicklungen und der regionalökologischen Rahmenbedingungen völlig neu konzipiert und unterscheide sich damit wesentlich vom Speicherkraftwerk, das in den 70er/80er Jahren geplant wurde. „Wir sprechen hier von einem neuen und kleiner ausgelegten Projekt, das nicht mit dem Altprojekt zu vergleichen ist“, teilte die Donaukraftwerk Jochenstein AG gestern mit.

 

Literatur: diese Links funktionieren nur auf regi Wiki pnp

Kategorien: Natur | Bauwerk | Energie | Landkreis Passau

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Die Karte zeigt die Lage des geplanten Energiespeichers Riedl. Grafik: Bircheneder.

Blick auf die Donau: Etwa 250 Meter hinter der Ortschaft Jochenstein (rechts) flussabwärts ist der Bau für die Wasserentnahme bzw. den Wassereinlauf geplant. Foto: Limmer

 

Bei der Präsentation am 10. März 2010 im Haus am Strom in Jochenstein: Kommunikationsmanagerin Eveline Fitzinger (von links), DKJ-Betriebsleiter Karl Maresch, Projektleiter Dominik Mayr und Umweltreferentin Patrizia Dreier. Foto: Geisler

 

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