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CSU-Politiker besorgt über Haberfeldtreiben.
Am Wochenende haben rund 2 000 Milchbauern im Heimatort von Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner ein Haberfeldtreiben veranstaltet. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, machen die Milchbauern Sonnleitner dafür verantwortlich,dass der Bundesrat kürzlich sämtliche Forderungen nach einer Drosselung der Milchproduktion abgelehnt hat. Damit sei aus ihrer Sicht dem freien Fall des Milchpreises Tür und Tor geöffnet. Die Teilnehmer hätten auf dem Marktplatz daher gefordert, die Beschlüsse zurückzunehmen und eine Sonderkonferenz der EU-Agrarminister einzuberufen, so die Süddeutsche Zeitung.
Der bayerische CSU-Politiker Alois Glück bezeichnet die Proteste der Milchbauern gegen den Bauernverbandschef in einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung als radikal. Das Haberfeldtreiben sei ein Relikt aus dunklen Zeiten, das einzelne Personen diffamiere. Auch wenn die Aktion friedlich abgelaufen sei, sei eine Grenze vom legitimen Protest hin zu einem öffentlichen Pranger überschritten worden, so Glück. Der CSU-Politiker sieht die Demokratie in Gefahr, wenn diese Art der Auseinandersetzung gesellschaftsfähig wird. Glück machte deutlich, dass er die Anliegen der Milchbauern unterstütze und er ihre Enttäuschung über den Mehrheitsbeschluss im Bundesrat teile. Über diese Tatsachen müsse diskutiert werden. Eine Personalisierung von Problemen, wie beim Haberfeldtreiben sei jedoch hochgefährlich. So sagte Glück der Süddeutschen: „Wer ist der nächste? Wenn die Wut regiert, zählen keine Argumente mehr.“ Die Bauern seien nach Auffassung Glücks keine Radikalen, allerdings bestehe die Gefahr, dass sich hinter der Fahne der Wut auch radikale Strömungen sammeln könnten. Der CSU-Politiker befürchtet, dass in einem solchen Klima immer weniger Menschen bereit sein werden Führungsverantwortung zu übernehmen.
Link zum Originalbericht in Topagrar 
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