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Einladung zur Kundgebung am 3. März 2010 in der Bayerstraße 34 b Kein Patent auf unsere Kühe -
Verhandlung des Europäischen Patentamts zum Kuh-Patent
bei den Pschorrhöfen Haupteingang des Europäischen Patentamtes Beginn Kundgebung: 11:00 Uhr
Das Kuh-Patent EP 1330552 wird am 3. und 4. März 2010 ab 9:00 Uhr beim Europäischen Patentamt verhandelt. Aus diesem Anlass rufen die einsprechenden Organisationen: die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM), das Gen-ethische Netzwerk (GeN) e.V., Misereor e.V. und Kein Patent auf Leben! zu einer Kundgebung beim Europäischen Patentamt auf - am 3. März 2010 um 11:00 Uhr.
Auf der Kundgebung werden sprechen: Dr. Christoph Then, für Greenpeace beauftragter Patentexperte Erna Eckert, Mitglied der Vorstandsschaft des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter Bayern (BDM) Edith Lirsch, Bayerische Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Dr. Ruth Tippe, Initiative „Kein Patent auf Leben!“
Hintergründe und nähere Informationen, s. Anhang.
Wir bitten, diesen Aufruf breit zu streuen und zahlreich zu kommen!
V.i.S.d.P. und nähere Informationen: Thorsten Sehm, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V., Gutenbergstraße 7-9, 85354 Freising, Telefon: 08161/538473-12, mobil: 0179/6880833.
Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Bahnhofstr. 31, 59065 Hamm, Telefon: 04131/400720, mobil: 0160/96760146.
Kein Patent auf unsere Kuehe -
Verhandlung des Europäischen Patentamts zum Kuh-Patent
Einladung zur Kundgebung am 3. Mrz 2010
in der Bayerstraße 34 bei den Pschorrhöfen
Haupteingang des Europischen Patentamtes
Beginn Kundgebung: 11:00 Uhr
Gegen das Kuh-Patent EP 1330552 haben die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.,
die Arche Warder, der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM), das Gen-ethische Netzwerk e.V.,
Greenpeace e.V., Misereor e.V., Kein Patent auf Leben u.a. Einsprche erhoben. Diese werden nun am
3. und 4. Mrz 2010 beim Europischen Patentamt verhandelt.
Das Kuh-Patent
Das Patent wurde am 24.1.2007 erteilt. Es geht um eine bestimmte Genvariante, die bei Kühen für eine
höhere Milchleistung verantwortlich sein soll. Patentiert wurden Verfahren zur Auswahl von Milchkühen,
die natürlicherweise diese Genvariante in sich tragen. Auch die Genvariante selbst wurde patentiert.
Zudem werden die Kühe patentiert, in die diese Genvariante per Gentechnik eingebaut wird. Das Patent
ist wohl das erste, das in Europa auf Milchkühe erteilt wurde. Patentinhaber sind die Biotechnologen, die
das Gen „entdeckt“ haben.
Wie weit reicht das Kuh-Patent?
Der Patentinhaber stellt in seiner Antwort auf die Einsprüche dar, dass er nach dem Wortlaut des
Patentes keine Ansprche auf Milchkühe und deren Nachkommen ableiten kann. Rechtlich bleiben aber
große Unsicherheiten für die Bäuerinnen und Bauern: Da der Patentinhaber auch das Gen selbst
patentiert hat, hat er eine Monopolstellung bei allen Untersuchungen, die die fragliche Genvariante
betreffen. Er kann so die Bedingungen, zu denen er diese Tests anbietet, in Lizenzvertrgen diktieren.
Darin könnte der Patentinhaber festlegen, dass ohne seine Erlaubnis nicht weiter gezüchtet werden darf.
Damit ließe sich der Patentschutz durch entsprechende Lizenzvertrge doch auf die Züchtung und den
Verkauf der Nachkommen der Kühe ausweiten. Ursprünglich hatte der Patentinhaber genau das
beabsichtigt: Er hat in seinem 2001 eingereichten Antrag auch Patentschutz für die Tiere selbst beantragt,
die aus der Zucht hervorgehen und mit seiner Methode untersucht wurden. Dass Patente sehr weit
reichend sein können, zeigt ein von Monsanto angemeldetes Patent, in dem Monsanto sowohl die Zucht
von Rindern, die Tiere selbst sowie Milch, Käse, Butter und Fleisch beansprucht.
V.i.S.d.P.:
Thorsten Sehm, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V., Gutenbergstrae 7-9, 85354 Freising,
Telefon: 08161/538473-12, mobil: 0179/6880833.
Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft buerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Bahnhofstr. 31, 59065 Hamm,
Telefon: 04131/400720, mobil: 0160/96760146.
Forderung an die Politik: Keine Patente auf Pflanzen und Tiere
Laut Koalitionsvertrag lehnt die Bundesregierung Patente auf Pflanzen und Tiere ab. Bisher haben die
zuständigen Bundesministerinnen Aigner und Leutheusser-Schnarrenberger keine Initiative erkennen
lassen, entsprechende Verbote im deutschen oder europäischen Patentgesetz zu verankern. Wir fordern
jetzt endlich Taten statt Worte – sonst geraten Bauern, Züchtern und Verbraucher immer weiter in die
Abhängigkeit der Patentmonopolisten!
Auf der Kundgebung werden sprechen:
Dr. Christoph Then, für Greenpeace beauftragter Patentexperte
Erna Eckert, Mitglied der Vorstandsschaft des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter Bayern (BDM)
Edith Lirsch, Bayerische Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
Dr. Ruth Tippe, Initiative „Kein Patent auf Leben!“
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