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Is des wohr ?

 

bayerische_flagge[1]

25.03.2011

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471_Waage

wohr is !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schubkarrendemo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Habererverse 25.03.2011 in Salzburg

 Protokoll der Verhandlung

anlässlich der Bayerisch/Österreichischen Stategietagung



Wo Aufrichtigkeit und Wahrheit hinkt,
wo Lug und Trug zum Himmel stinkt
und wo´s der Brauch ist, dass man Worte bricht,
do kommt das Haberfeldgericht
So heut im scheena Salzburgerland,
wo wieder amoi verraten wird der Bauernstand
da schrei mas ausse ohne End,
wos uns unter de Nägl brennt
Wo Großstrukturen werden g´schaffa
und der Gloane kann in´s Ofarohr gaffa
da nenn ma beim Nam de Übeltäter
für uns hand solchene Bauernverräter

Is des wahr?
Wahr is!
- Nachan treibts eahna g´scheit!

De Agrarminister vo Bayern und Austria

hamd eiglon zur Konferenz mit da Agrarmaf...elite

se hamds zwar selber no ned erkannt,
daß´n d´Índustrie vorn Karren spannt.
Sie san de ersten Vorbeter woan,
er bet ois vor wos d Agrarindustrie moand.
Draußt´n im Land, moi im Dorf moi alloa
Da stehn unsane Höf seit hunderten Joah.
Und Schicksalsschläg hand drüber ganga,
doch der Fleiß von de Ahnen hod´s oiwei dafanga -
Aber es habts es g´schafft in a etla Jahr,
daß mit de Höf wird schee staad gar!

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!

 

2

In Österreich do gibt’s jetzt den Businessplan

Dass bald olle Bauern Unternehmer san.

Des is am Niki B. sein Gschicht,

doch wir, wir hom a ondare Sicht.

Wir woin auf unsere Höfe bleim,

und net noch Plan uns die Zeit vertreibn.

Wir brauchan an gscheitn Preis für d’Soch,

sonst schwimma ma obi im Weltmarkt-Bach.

Mia Kloan, mia hom des gleiche Recht

A, wann’s uns am liabstn weiter hom mächt’s.

Die Zukunfts san die kloan Betriebe, sogt der Weltagarbericht,

jo, so schaut’s aus, unsere Gschicht.

 

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!

 

 

Nikolaus Berlakovich,

der wischt die Argumente gern vom Tisch.

Doch trotz des Lächelns aus jeder Zeitung,

steht er meistens auf da Leitung.

Das Ministerium des Lebens

Is fia die bäuerliche Landwirtschaft vergebens.

Denn di kloanen Höfe sterbn,

ganze Regionen schlittern ins Verderben.

Futures, Wertpapier und Optionen

Sollen sich für Bauern lohnen.

Das verspricht die Kommission,

doch des is fia uns der reinste Hohn.

Mit Lebensmittel spekulieren,

da kennan wr alle nur vrlieren.

Großbertriebe und Konzerne,

die hean so a Botschaft gerne.

Land und Höfe fia junge Leute,

des is es wos wir brauchn heute.

Das Land denen, die es bebauen,

dann können wir in die Zukunft schaun.

 

Is des wahr?
Wahr is!

Nachan treibt´s eah g´scheit!

 

3

Guat moanst mit uns der Bauernbund,

doch trotzdem is enorm der Bauernschwund.

Sie sorgn nur fia ihrn eigenen Ruhm

Und verkafn uns fia dumm.

Die Gsichter von Grillitsch, WLodkowski und Konsorten

Verfolgen uns an allen Orten.

Sie dan sie gern in Szene setzen

Und uns Kloan daweil ins Verderbn hetzn.

Es ist genug, drumseid so frei,

sie abzusetzen, noch vor dem Mai.

Strukturbereinigt werdn sie, ned wir,

drum san wir heit hier.

 

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!

 

500 oder 800 Tausend

Vor dieser Obergrenze tut’s uns grausn.

Nicht weniger, sondern der Höfe mehr,

Eine neue GAP muss her!

Hygienevorschriften und Bürokratie,

mochn die regionale Versorgung hie.

Gleiche Normen für Groß und Klein

Kann doch woi ned sinnvoll sein.

Schweinegrippe, BSE und Dioxin

Des kriegn nur die Konzerne hin.

Die Blauzungenkrankheit hom andere erfunden

Aba unsere Tiere  wurden mit Impfungen gschundn.

Auch Chips sollen wir ihna implantieren,

aba des kenna mia ned akzeptieren.

Drum liebe Bäuerin, lieber Bauer sei doch schlau,

werd‘ Mitglied bei AbL und ÖBV!

 

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!

4
 Seit der Sonnleitner Präsident
vom deutschen Bauernverband sich nennt
schaut´s für uns Bauern no schlechter aus
manchmoi is des scho a Graus
Er kümmert sich um der Industrie ihre Interessen
da werd´n mia Bauern leicht vergess´n.
Da Präsident sagt: des stimmt ned so!
Immer denk ma an eng dro -
Niemals wird ma euch vergess´n,
denn, meistens nach´m Nachspeisess´n
Halt ma pro tausend Höfe de verschwund´n
andächtig a Gedenkminut´n
Grad von dem werd´n mia nix hab´n,
wenn ma unt´n lieg´n im Grab´n

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!


 

Und de Agrarministerin Aigner die Ilse

mehr Gentechnik im Futter und Saatgut, des willse

nur beim Bauernverband holt sie sich Rat
vom Sonnleitner is sie des reinste Plagiat
 Ob, Agrardiesel, Stallbau-Fördergelder,
ob Ausgleichszahlungen für de Felder,
ois is grad für´n Groiß´n g´macht
der se fest in´s Fäusterl lacht.

Ned z´wenig der Gaudi klag ma mia!
Da Karr´n is verfahr´n, so wia no nia!
Für heit is gar, iaz gebt´s a ruah
Mia müß ma wieder da Hoamat zua,
doch merkt´s guad auf, und richt´s eng fein,
sonst gibt´s wieder a Haberfeldtreib`n,
weil des oane kenn ma jed´n g´hoaß´n
mit de Haberfeldtreiber is ned zum g´spoaß´n!

Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah nochamoi g´scheid!

 

 08.03.2011                           

 

                    „Wir haben es satt!   Eine neue Agrarpolitik jetzt!“

Schubkarren

Aufruf

zur

 

Scheibtruhen/Schubkarren - Demo

 

anlässlich der

Bayrisch-Österreichischen Strategietagung

in Salzburg

„Die Agrarmärkte im Spannungsfeld zwischen Regulierung und Liberalisierung“

mit Staatsminister Helmut Brunner, Gerd Sonnleitner, FNL

und Philip von der Bussche, KWS

 

 

 

am Freitag, 25.03.2011 um 10 Uhr

 

Treffpunkt: Hauptbahnhof Salzburg

Mit dem Bayernticket kann mit dem Zug von Freilassing, Mühldorf oder Rosenheim nach Salzburg zum Hauptbahnhof gefahren werden.

„Wir haben es satt!   Eine neue Agrarpolitik jetzt!“

 

Angesichts der derzeitigen Diskussion über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik ist das Tagungsthema höchst brisant. Die Deregulierung der Agrarmärkte, die Ausweitung des Freihandels und die Abschaffung von Instrumenten zur Preisstabilisierung bedrohen die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Europa und anderswo.

 

Wir Bauern und Bäuerinnen der ÖBV Via Campesina Austria und der bayrischen AbL wollen den dort anwesenden AgrarpolitikerInnen sowie der Öffentlichkeit klar machen, dass wir das Geschwätz von „freien Märkten“ mehr als satt haben. Die sogenannten „liberalisierten Märkte“ dienen einzig und allein dazu, die Agrarindustrie zu unterstützen und der Nahrungsmittelverarbeitenden Industrie billige Rohstoffe zu verschaffen. Es soll gewährleistet werden, dass die Preise der in Europa produzierten landwirtschaftlichen Waren niedrig genug bleiben, damit die Europäische Nahrungsmittelexport-Industrie auf dem Weltmarkt konkurrieren kann.

 

Um nachhaltige bäuerliche Betriebe in ganz Europa zu erhalten, müssen Bäuerinnen und Bauern mit kostendeckenden und stabilen Preisen entlohnt werden. Agrarmärkte müssen also geregelt werden, damit alle Menschen Zugang zu gutem Essen haben können und es in Europa zukünftig mehr statt weniger Bauern und Bäuerinnen gibt. Bestehende Regulierungen abzuschaffen und die daraus resultierenden Preisschwankungen durch Spekulation und teure Risikoversicherungen reduzieren zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus!

 

Wir fordern daher, die Marktregulierungsmaßnahmen zu stärken und sie ins Zentrum der zukünftigen Gemeinsamen Ernährungs- und Agrarpolitik zu stellen.

 

Nach dem Seehofers Zukunftsrat empfohlen hat, dass sich die Ländlichen Gebiete mehr nach Österreich orientieren sollen, ist es notwendig, dass möglichst viele aus Bayern nach Salzburg fahren !

 

Bitte bringt Scheibtruhen/Schubkarren, ausgestopfte Jutesäcke, Schilder und Transparente, Kuhglocken, Ratschen, Trommeln und Musikinstrumente mit.

www.abl-bayern.info

 

 

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