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15. März 2010 aus dem Trostberger Tagblatt (Originalübernahme !)Link: Chiemgau online
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ANA vom 23.03.2010: Landrat Schneider von Altötting zweifelt am Erfolg der Wallfahrten nach Altötting !
Leserbrief zum Bericht: „Schneider in der Rolle des Krisenmanagers“ vom 22.03.2010
Landrat Erwin Schneider hat beim Irlhaider- Landratsdiskurs betont, dass er daran zweifelt, dass der Rückgang der Erkrankungsfälle bei der Blauzungenkrankheit auf die Bauernwallfahrt zurückzuführen ist. Vielmehr sei dies den Impfungen zu verdanken. Wer sich mit der Blauzungenkrankheit befasst hat, der muss eigentlich wissen, dass ein großer Teil der gefährdeten Tiere überhaupt nicht gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden musste. Befreit vom Impfzwang waren sämtliche Zucht- und Mastbullen, sowie viele Mutterkuhherden und das Damwild. Nicht geimpft werden mussten auch die Rehe und Hirsche in freier Natur, obwohl es auch dort in den anderen Bundesländern Krankheitsfälle gab. Laut Beipackzettel waren die Impfstoffe auch nicht geprüft für trächtige und laktierende (milchgebende) Milchkühe. Der Rest wurde zu ca. 90 % mit der Folge geimpft, dass Tausende Tiere erkrankten oder qualvoll verendeten. Der Akademische Direktor i.R. der TU-München Dr. vet. Gränzer hat die umfangreichen Impfschäden für das Umweltministerium dokumentiert, was zur Rücknahme der Impfpflicht führen musste. Damit die Bauern, die geimpft haben, nicht wie die Dummen dastehen, verschickt das Landratsamt Altötting zur Zeit hohe Bußgeldbescheide an die Impfverweigerer. Doch das hilft den Betrieben die Impfschäden hatten, auch nicht wirklich weiter. Solange in Deutschland Glaubensfreiheit herrscht, sollte es jeden selbst überlassen werden, ob er mehr dem Segen Gottes oder den Segnungen der Pharmaindustrie vertraut.
Viele Grüße
Andreas Remmelberger Reit 17 84508 Burgkirchen Tel: 08679-6474
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„Heuer ist das Herz etwas leichter"
Altötting (he). „Heuer ist uns das Herz etwas leichter als letztes Jahr: Diesen Gedanken stellte Prälat Ludwig Limbrunner an den Anfang seiner Ausführungen beim Wallfahrtsgottesdienst heimischer Bauern am Samstag in Altötting. Die Sorgen um die Blauzungenkrankheit und um die Zwangsimpfung seien vorbei; so habe man sich jetzt zum Auftakt der Wallfahrtssaison wieder getroffen, diesmal zu einer Dankwallfahrt.

„Tiere sind Lebensgefährten der kindlichen Seele, hatte Prälat Ludwig Limbrunner in seiner Predigt gesagt: Diese Szene mit dem kleinen Kind und dem gschleckigen Zicklein illustriert, was er damit meint. Foto: he Im Mittelpunkt stand der Gottesdienst in der gut gefüllten Basilika, musikalisch umrahmt von der „Rotter Blechblosn und dem Astner Singkreis, anschließend wurden die mitgeführten Tiere und die Heilkräuter gesegnet und zu guter Letzt die Votivtafel übergeben.
Diese „originelle, fast raffiniert gemalte Tafel, wie Limbrunner das mit ganz realistisch gemalten Personen dekorierte Werk nannte eine Arbeit des Kirchenmalers Helmut Stöhr aus Marktl werde einen schönen Platz in der Gnadenkapelle finden, kündigte er an. Die Beter in der Kapelle sollten dabei spüren, dass „der Bauernstand sein Herz noch am rechten Fleck hat.
In seiner Ansprache an die „Bauern, die Zukunft unseres heimatlichen Landes, erinnerte Limbrunner, der Administrator der Gnadenkapelle, an jene „schöne Zeit, da es noch Bauernpfarrer gab, Arbeiterpriester in reinster Form, die die gleichen Interessen hatten wie ihre Pfarrkinder. In Erinnerungen an seine eigene Kinder- und Jugendzeit auf dem elterlichen Hof ließ Limbrunner mit nostalgischem Anklang das Miteinander von Mensch und Tier in der Landwirtschaft Revue passieren. Zum Schluss lobte der Prälat das Engagement der bayerischen Bauernschaft in Sachen Blauzungenkrankheit anhand von Zitaten aus dem „Landwirtschaftlichen Wochenblatt: In keinem anderen Bundesland sei die Zahl der Impfgegner so eindruckvoll gewesen, hatte es da beispielsweise geheißen, und die Bauern hätten sich, „wenn auch in der Minderheit, sehr öffentlichkeitswirksam präsentiert.
Josef Schmid, der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die die Wallfahrt organisiert hatte, wandte sich in seiner Schlussansprache in der Basilika aber gegen Stimmen, die meinten, die Bauern würden die Wallfahrt als Medienereignis missbrauchen: „Wer dabei war, hat gespürt, welche Kraft ausgeht vom gemeinsamen Beten, Bitten und Danken. Dabeiwerde das Bewusstsein gestärkt, dass man nicht der einzige ist, der Einspruch einlegt. Die Bauern wollten sich mit gemeinsamer Kraft „gegen Bevormundung, Unrecht und Willkür wenden und die Verantwortung für Feld und Vieh selbst übernehmen.
Die stellvertretende Landesvorsitzende Maria Walch aus Burgkirchen sprach in einigen besinnlichen Worten von einer „Umkehr in die Zukunft. Die Bauern hätten ein Stück weit verlernt gehabt, Fragen zu stellen. „Und als wir aufwachten, merkten wir, was alles bereits verkehrt gelaufen war. So habe man wieder angefangen, auch in kleinen Dingen bewusster zu leben und zu entscheiden und auch vor Aussichtslosem nicht mehr zurückzuschrecken: „Und die erreichten Ziele waren für alle überraschend. Nach dem Gottesdienst zogen Mensch und Tier hinauf zur Gnadenkapelle zu Gebet und Segnung. Zeitlich fügte es sich gerade so, dass die Glocken der Altöttinger Kirchen gemeinsam die Mittagszeit ankündigten, so dass Prälat Limbrunner in die alte Tradition, den „Engel des Herrn zu beten, einstimmte.
In ihrem Schlusswort meinte AbL-Landesvorsitzende Edith Lirsch aus Triftern, dass der Streit um die Blauzungenimpfung gut ausgegangen sei, „tut uns allen gut. Aber die Auseinandersetzungen gingen weiter: Die Entwicklungen in Sachen Gentechnik und Patent auf Leben „missachten alles, was wir unter richtigem Umgang mit Leben verstehen. Damit wird das Leben auf eine Stufe mit technischen Erfindungen gestellt. Dem Einhalt zu gebieten, sind wir Bauern gefragt.
Jetzt sei Umdenken gefordert, „eine Umkehr in die Zukunft: Das müsse bei jedem selbst anfangen und dann in die Politik und zu den Funktionären weitergegeben werden. „Tiere, so Lirsch abschließend mit Blick auf die mitgeführten Rinder, Schafe und Ziegen, „sind nichts, was man patentieren kann, sondern was man gern haben muss.
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