|
06.05.2010 Verbilligung von Agrardiesel stoppen (PP)
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Landesverband Bayern
An Herrn Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble Bundesministerium der Finanzen Wilhelmstraße 97 10117 Berlin Reit, 6.05.2010
Sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble im letzten Jahr hat die Bundesregierung für zwei jahre die Aufhebung der Obergrenzen beim Agrardiesel beschlossen, angeblich um damit den bäuerlichen Milchviehbetrieben zu helfen. In der Realität bringt die Abschaffung der Obergrenze von 10.000 Liter für Betriebe die weniger als 100 Hektar bewirtschaften(= 95 % der Betriebe in Bayern) überhaupt nichts ! Im Gegenteil, durch die Aufhebung der Obergrenze können große Pachthaie noch höhere Pachtpreise bieten und vor allem noch weiter fahren, um den kleinen Milchviehbetrieben die notwendigen Flächen weg zu schnappen. Die großen Maschinen der Großpächter ruinieren schon heute viele Gemeindestrassen und Wirtschaftswege und verstopfen die Bundes- und Landstrassen. Außerdem passt eine Verbilligung von fossilen Treibstoffen so überhaupt nicht zur Aufgabe, den Klimawandel zu verhindern. Viel besser und gerechter wäre es, mit dem Geld den Bauern zu helfen energieeffizienter zu wirtschaften, oder sie bei den hohen Sozialkosten zu entlasten.
Durch die Staffelpreise beim Diesel sind die Preise für den Liter Diesel bei kleinen und mittleren Betrieben viel höher als bei Großbetrieben, so dass eine geringere Rückvergütung für Großverbraucher völlig gerechtfertigt war.
Auch die Abschaffung des Selbstbehalts bringt den bayerischen Bauern kein zusätzliches Geld, da die bayerische Staatsregierung auch schon beschlossen hatte, den Selbstbehalt aus ihrem Staatshaushalt zu ersetzen.
Eine Verlängerung der Aufhebung der Obergrenzen bringt für die bäuerlichen Milchviehhalter nur Schaden und kostet der Bevölkerung über 250 Mill. € pro Jahr an sauer verdienten Steuergeldern
Viele Grüße
Andreas Remmelberger Geschäftsführer AbL-Bayern Reit 17 84508 Burgkirchen 08679-6474

|
Weidehaltung braucht Lobby: Download: Link zum Flyer(Pdf)
|
09.06.2010 Weidehaltung braucht Lobby & Verbilligung von Agrardiesel stoppen
|
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Landesverband Bayern
Sehr geehrte Damen und Herren, in der Agrarpolitik spielt die Weidewirtschaft leider fast keine Rolle mehr, sie gilt als veraltet und nicht zukunftsfähig. Gefördert werden große Ställe, wo die Kühe von Robotern gemolken werden und der Bau von Biogasanlagen mit folgenden Umbruch von Wiesen und Weiden und großflächigen Anbau von Mais. Geht diese Entwicklung so weiter, wird sich unsere Kulturlandschaft massiv verändern und vor allem die Tourismusregionen werden stark an Attraktivität verlieren. Damit die Vorteile der Weidehaltung den Politikern und Behörden und vor allem auch den Bauern und Verbrauchern mehr bewusst werden, wollen wir ein breites Bündnis für die Weidehaltung knüpfen. Konkret wollen wir mit einem Faltblatt (siehe Anhang) über die Vorteile der Weidehaltung informieren.
Unsere Aktion "Weidehaltung braucht starke Lobby" stellen wir im Rahmen folgender Infoveranstaltung vor:
Die Vorteile der Weide für Mensch, Tier und Natur am Freitag, 18. Juni 2010 ab 10.30 Uhr im Rahmen der Landesgartenschau 2010 in Rosenheim auf dem Hof Zehentner in Hofau, 83071 Stephanskirchen (Programm siehe Anhang)
Herzliche Grüße Ute Gasteiger Vorsitzende der Regionalgruppe Chiemgau-Inn-Salzach Tel: 08039-1635
Andreas Remmelberger Geschäftsführer AbL-Bayern Tel.: 08679-6474
|
Weidehaltung braucht Lobby: Einladung
|
|
|